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"Hör' mal!" - Klangperformance vom Glockenturm
an der Gnadenkirche von Sonntag, 23. April 2006, bis Montag, 1. Mai 2006

Einzigartige Klangperformance vom Kirchturm der Gnadenkirche aus.
Bundesweit mit Sicherheit ein Novum, möglicherweise sogar weltweit, meinte P
farrer Thomas Werner beim Start.
Der war am Sonntag, 23. April, um 19 Uhr.
Das Ende der Aktion wird am Montag, 1. Mai, um 7 Uhr buchstäblich eingeläutet.

Infos   
Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger über die Klangperformance

Das Konzept
Die Glocken schweigen.
Sie müssen gesäubert werden, die Glockenstube erhält einen Frühjahrshausputz inklusive Reparaturen.

In diese Zeit des Glockenschweigens hat der Bezirk eine Klang-Performance gesetzt.
Zu den üblichen Läutezeiten - 7, 12 und 19 Uhr - erklingen nun eine Woche lang ungewöhnliche Klänge vom Kirchturm. Darunter das Blöken einer Schafherde, die zerschossene Glocke der palästinensischen Partnergemeinde Beit Jala, das auf Arabisch gesungene Vater unser, Metallgeräusche, Bahnhofsansagen und ein echter Schnarcher.


Komponist Tom Schäfer, Techniker Ralf Stöcker, Q1-Leiter Kalla Piel (v.r.)
   
28 verschiedene "Melodien" sind während der Klangperformance zu hören. Jeweils drei Minuten lang.
Nur zum Sonntagsgottesdienst und zur Konfirmation rufen wie gewohnt die "normalen" Glocken.

Warum das Ganze? Die Antwort.

    
Natürliche Geräusche hat der Bergisch Gladbacher Musiker Tom Schäfer (Foto rechts) mit instrumentalen Klängen verwoben, zudem verfremdet, gemixt und so ein neues Hör-Erlebnis geschaffen.
Unterstützt wurde er dabei von den Katechumenen und Konfirmanden des Bezirks.

Tom Schäfer
Gleich ist es soweit!
Sekt, Selters und Wein - das schmeckt bei der Aufregung fein.
Gemeindehelferin Dagmar Pelz (links) sorgt für festliche Atmosphäre.

Alle warten gespannt.
Um Punkt 19 Uhr sollen das letzte Mal die Glocken erklingen, dann die erste 3-minütige Klangsequenz.

   
  
 19 Uhr.
Aha! Gespanntes Lauschen

Zunächst sind in einer Tonaufnahme die Gnadenkirchen-Glocken zu hören, der Schall dann verfremdet und letztlich ganz aufgelöst wird.

   
Auch Tom Schäfer (links) guckt nach oben zum Kirchturm.
Als gäb's nicht nur etwas zu hören, sondern auch zu sehen.

Christoph Felder (rechts) hält die Stimmung im Film fest.

   
19.05 Uhr.
Jetzt besteht Gesprächsbedarf.
Tom Schäfer erklärt.
   
Die Motivation
Pfarrer Thomas Werner erklärte im Anschluss an den Auftakt der Klangperformance, warum sein Bezirk dieses Experiment wage: Es solle die Menschen neu auf das Kulturgut der Kircheglocken aufmerksam machen, sie zum Hinhören bewegen.

Er selbst sei in Südafrika zunächst ohne Glocken aufgewachsen und habe das erste Läuten der später installierten Glocken nie vergessen.

   
Neben Thomas Werner, dem Initiator der Klangperformance, erläutern das Projekt sein musischer Leiter Tom Schäfer (2.v.re.) und der für die technische Umsetzung verantwortliche Ralf Stöcker, Geschäftsführer von S.S.I.
  
Die Gemeindemitglieder sind durchweg fasziniert.
Und genossen überdies Getränke und Imbiss.
  
Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger über die Klangperformance
  
Fotos/Copyright: Ute Glaser
   
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