Tipps&Termine
   
Fest der Kulturen
Samstag, 1. Oktober 2011, 11 bis 22 Uhr

Auf der Wiese unter den alten Bäumen der
Gnadenkirche herrschte familiäre, entspannte
Stimmung - quer durch alle Generationen.
Viele Kulturen begegneten sich.


   

   

Etwas Neues wurde geboren: das Fest der Kulturen. Rund um die Gnadenkirche fand es statt, und zwar zum ersten Mal am Samstag, 1. Oktober 2011. Die Idee hatte der "Arbeitskreis Dialog der Religionen und Kulturen Bergisch Gladbach", der sich im Februar 2011 aus Vertretern vieler örtlicher Religionen gebildet hatte und der schnell ein sichtbares Zeichen des Verständnisses füreinander und des Kontakts miteinander setzen wollte. So war das Fest der Kulturen recht schnell mit der heißen, engagierten "Nadel gestrickt" worden. Umso erstaunlicher das breite Programm, das Mittun von neun verschiedenen religiösen Richtungen und das harmonische Miteinander, bei dem eins ins andere griff.

Mehrgenerationenhaus (MGH) Bergisch Gladbach und Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach hatten das Fest in die Hand genommen, wobei MGH-Leiter Andreas Kiriakidis die Fäden in der Hand hielt. Die Schirmherrschaft für das multikulturelle Fest hatte Bürgermeister Lutz Urbach übernommen.

Auftakt des Festes war um 11 Uhr eine Andacht der Religionen, die vor der Gnadenkirche auf der Wiese stattfand. Beteiligt waren außer dem evangelischen Hausherrn, Pfarrer Thomas Werner, Vertreter der katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche, der Muslime, Buddhisten, Juden, Bahai und Hindu sowie der kongolesischen evangelischen Gemeinde. Besonders eindrucksvoll die Geste des griechisch-orthodoxen Geistlichen Toumpekis, der fünf Brote mitgebracht hatte, die von allen Kirchenvertretern gebrochen und an die Anwesenden verteilt wurden.
    

Um 12 Uhr startete der gesellige Teil des Festes: Bis 18 Uhr währte das bunte Treiben an vielen Ständen der Religionen und Kulturen rund um die Kirche und im Gemeindesaal Engel am Dom.
Das Bühnenprogramm, das Uli Weber und Ute Glaser, Medienbeauftragte der Gnadenkirche, moderierten, lief nonstop bis 22 Uhr. Es gab Beiträge von Jung und Alt sowie Einblicke in viele verschiedene Kulturen.

Wer nicht scrollen will: Die Stände der Religionen und Kulturen   -   Stände und Aktionen der Gnadenkirche   -   Uns geht es gut   -   Das Bühnenprogramm  

Das Programm als Flyer  
Bericht über das Fest bei www.kirche-koeln.de  

  
Die Gesichter hinter dem Fest
Pfarrer Thomas Werner freute sich
über den fröhlichen Trubel an"seiner" Kirche.
Er war nicht nur bei der Andacht der Religionen
dabei, sondern führte während des ganzen
Tages viele Gespräche mit den Menschen an den
Ständen sowie mit den Besuchern.
Und er aß die ersten "katholischen Reibekuchen",
die fertig wurden. Was das ist? Schau hier!
   
Die Federführung beim Programm
hatte Andreas Kiriakidis (ganz links), Leiter des
Mehrgenerationenhauses (MGH) Bergisch Gladbach.
Hier im Gespräch mit
Lokman Aksu, dem Integrationsbeauftragten der Gladbacher Moschee.
Das MGH stellte das Fest gemeinsam mit dem
Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach
(rechts am Stand) auf die Beine.
  
Marlies Murray (links) und andere
Ehrenamtliche hüteten die Bon-Kasse,
ohne die nichts lief.

Gemeindehelferin Dagmar Pelz (rechts Mitte)
sorgte hinter den Kulissen dafür, dass rund
um Essen und Trinken alles fluppte.
Nur selten war für sie Zeit für ein Schwätzchen.

  
Die Stände der Religionen und Kulturen
Lotuslampen verkaufte das II-Won Buddhistische
Zentrum, das in der Igeler Mühle sitzt.
Die beiden Priesterinnen (links), die in der
Mühle leben und arbeiten, hatten die Lampen
eigenhändig hergestellt.

Die Bahai (rechts) boten neben Informationen
auch frische Äpfel an.

    
Am Stand des gebürtigen Inders Ojas (unten),
der in Bergisch Gladbach lebt und von seiner Frau
begleitet wurde, gab es viele Instrumente,
die auch ausprobiert werden durften.
Beispielsweise übte sich am Didgeridoo
Bühnenmoderator Uli Weber (rechts).
  
  
Ojas trommelte während des Festes
nicht nur spontan für die kleinen schwarzen
Jungen auf (links), die enthusiastisch dazu tanzten.
Sondern da er als Weltmusiker mit seinen
Percussions in vielen Ländern und Studios
der Erde aufgetreten ist, war seine Virtuosität
auch ins Bühnenprogramm eingebunden worden.
(siehe weiter unten)
   

Die "katholischen Reibekuchen" waren für
Kenner ein Muss. Sechs Damen der
katholischen Frauengemeinschaft hatten am
Abend zuvor Kartoffeln geschält und gewässert.

Am Morgen des Festes war der Teig frisch
gefertigt worden. Christiane Nix hatte zudem
bis 2 Uhr nachts Apfelkompott gekocht -
aus Äpfeln des eigenen Gartens! 
   
Marco Aladin Sejdic (links) aus Köln
repräsentierte die Roma mit seinem Stand,
an dem er Roma Kaffee aufbrühte.
Klein, stark, lecker.

Dazu passte köstliches, selbstgebackenes Gebäck,
das es am Stand des Partnerschaft-Fördervereins
Beit Jala - Bergisch Gladbach gab (rechts).

  

Gutgelaunt: die Vertreter der evangelischen
kongolesischen Gemeinde, die sich zu ihren
Gottesdiensten im alten Küsterhaus
der Gnadenkirche trifft.
  
Am Stand der Muslime drängten sich kleine
und durchaus auch große Menschen,
die beim "Quiz der Kulturen" ihr Wissen testen
und womöglich etwas gewinnen wollten.
Das Quiz war eigens zu dem Fest entwickelt worden.
Viel bestaunt war auch das Modell der Gladbacher
Moschee (unten), die  Gemeindemitglieder
in minutiöser Eigenarbeit nachgebaut hatten.
  
  
Lukullisches bot der Stand der
griechisch-orthodoxen Gemeinde.
Das Team bruzzelte schmackhaftes
Souvlaki.

Hat Andreas Kiriakidis (unten rechts) als
Gladbacher mit deutsch-griechischen Wurzeln
diese Spezialität gerade im Blick?

  
   
Stände und Aktionen der Gnadenkirche
Der Spieleverleih bot Kinderschminken,
Bastelarbeiten und natürlich auch
einen Teil seines Spielmaterials
zum Ausprobieren an.
   
   
Conny Uphoff (links), stellvertretende Leiterin des
Q1 Jugend-Kulturzentrums, verkaufte
Trödel
- in bester Laune.
Auch Karin Lennartz (rechts) brachte
an einem Stand der Kleiderkammer,
die sie leitet, alte Schätzchen unter die Leute.
    
Immer lecker und auf jedem Fest ein
Highlight: die Cafeteria (links) mit
vielen leckeren Kuchen und Waffeln.

Und kein Fest ohne ihn:
Uwe Pelz (rechts) grillte wie ein Weltmeister
den ganzen Tag über Würstchen und Steaks
am Fließband.

   
Uns geht es gut!
Große und kleine Besucher amüsierten sich
entspannt auf dem Gelände an der Gnadenkirche.
Darunter Kirsten Werner, die Gattin des
Pfarrers (rechts beim Essen mit Horst Burchardt
vom Q1), und Pfarrer i.R. Axel Becker (links),
der Spaß mit seinen Enkelkindern hatte.
   
Spaß am Kicker.
Nicht nur was für kleine Jungs und Mädels.

Die Allerkleinsten (rechts)
hatten ihre Getränke mitgebracht...

  
Die Fütterung der kleine Raubtiere...
Und manchmal nehmen sie sich auch
selbst, das was schmeckt.
In diesem Fall die "katholischen Reibekuchen".
    

Kontakt zwischen dir und mir.
Unterschiedliche Hintergründe? Andere Hautfarbe?
Egal!
Aber lass mal gucken!
    
Das Bühnenprogramm
Das ganztägige Bühnenprogramm
lief von 12 bis 22 Uhr.
Es wurde moderiert von Uli Weber,
Rheinberg TV
(rechts mit Kindern des Afrika-Projekts),
und von Ute Glaser, Medienbeauftragte der,
Gnadenkirche
(links mit Roma Marco Aladin Sejdic).
  
"Afrika zu Gast in Bergisch Gladbach"
hieß die Präsentation, die das Bühnenprogramm
mittags eröffnete. Aufgeführt wurde des von Kindern,
die diese Mischung aus Gesang, Tanz und
Musik während des Sommerferienprogramms
eingeübt hatten, das Volkshochschule und
Q1stein Kinder- und Jugendakademie auf die
Beine gestellt hatten.
   

Da guckst du!
    
Kinder der Kita Quirl (links) entführten
die Zuschauer nach Israel mit einem Tanz.

Ethno-Tänze und internationales Flair
boten die Schüler der Tanzschule Moving (rechts).

Griechisch wurde es mit dem Sirtaki (unten), den die
Kindergruppe des Griechische Elternverein vorführte.

  
   
Exotisch wurde es, als es nach Indien ging.
Sandra Jasmin bot indischen Tempeltanz,
der bezauberte.
Die Bergisch Gladbacherin lernte die traditionellen
Tänze nicht nur in Köln, sondern auch bei einem
großen Meister in Südindien. Sie trat damit sogar
bereits bei Festivals in Indien auf.
  
   
Sehr anstrengend ist,
was so leicht und graziös aussieht.
Stunden dauert es, um sich mit Schminke,
Henna gefärbten Füßen und Händen
und traditionellem Gewand für die Tänze
herzurichten.
Das Anlegen des Schmucks nicht zu vergessen!
  
Mit ihren drei Schülerinnen
bot Sandra Jasmin auch
Gruppentänze dar.
  

Ameli Dziemba, Regional-Chorleiterin der Bahai in
Bergisch Gladbach, sang und spielte
eigene Kompositionen, mit denen sie Texte des
Religionsstifters vertont hat.
  
Ojas Auftritt als Percussionist
war ein Hörgenuss.
Verschiedenen Instrumenten entlockte der in
Gladbach heimisch gewordene gebürtige Inder
erstaunliche Klangbilder.
Ein Weltklassemusiker - begleitet
von einer Gitarre.
   
Ansprechend war auch,
dass Ojas seine Trommel-Schüler
in den Auftritt einbezog.
Sowohl die jungen (links),
als auch die etwas älteren (rechts).
Da staunte der Nachwuchs, wie engagiert
die drei Damen ihre Trommeln spielten!
  
Eine Augenweide:Miriam Farida.
Die Zwölfjährige ist mehrfache, auch amtierende
Deutsche Meisterin im orientalischen Bauchtanz.

 

Die Bergisch Gladbacherin zeigte zwei Solo-Tänze,
darunter einen auf einer Trommel!

  
Ebenfalls aus Bergisch Gladbach kommt
die Deutsche Vize-Meisterin im
orientalischen Bauchtanz:
Julia Saahira.
Mit 16 Jahren ebenfalls eine Begabung,
die mit einem eindrucksvollen Solo-Tanz
das Publikum begeisterte.
  
  

Und auch sie sind Deutsche Meister:
die Orient-Sternchen aus Bergisch Gladbach,
die Jugend-Bauchtanzgruppe von Jana & El Saada.
 
Marco Aladin Sejdic (links) aus Köln
brühte beim Fest der Kulturen nicht nur
Roma-Kaffee auf, sondern er trug in der Sprache
seines Volkes auch ein eigenes Gedicht vor.
In Übersetzung wurde es von Moderatorin Ute Glaser
fürs Publikum gelesen.

Vor der Bühne heizten die Sambamigos ein!

  
Während des Bühnenprogramms
gab es im Gemeindesaal parallel zwei Highlights:
Zum einen zauberte "Der große Bombastikus"
(links beim Aufbau),
zum anderen schenkte Sotai Michael Knipphals,
der Teemeister aus Herrenstrunden
(einer von fünfen in Europa)
bei einer Japanischen Teezeremonie Tee aus.
   

Und dann wurde für das Abendprogramm
auf der Bühne etwas umgebaut...
   
... damit "Mama Afrika" in landestypischen
Kleidern fröhliche Weisen spielen konnte,
deren Wurzeln aus dem Senegal stammen.
Leiter "Papa" Malick Diouf (ganz rechts)
hat den Ehrenpreis in Köln
erhalten für seinen Beitrag zur Verständigung
zwischen Schwarzen und Weißen.
  
Vor der Bühne wippten die Zuhörer mit.
Und diese Mädchen hielt es nicht mehr
auf den Sitzen.
Sie tanzten miteinander.
Dunkelhaarig und -häutig
&
hellhaarig und -häutig.
   
  
Fröhliche Musik
servierte "Bakad Kapelye",
deren Wurzeln in der Universitätslandschaft
von Gießen liegen..
Ihre spielfreudig ausgeführte Klezmer-Musik
unterstrich die lockere Atmosphäre
des Abends auf perfekte Weise.
   
Rockiger wurde es zum Abschluss
mit der Türkisch-Rock-Band
"Kartopu" aus Köln.
  
Das Beste beim Fest der Kulturen:
Menschen verschiedenen Alters,
verschiedener Religion,
verschiedener Kultur
und
verschiedener Hautfarbe
feierten fröhlich miteinander.

Und Kalla Piel, Leiter im Q1 Jugend-Kulturzentrum,
hielt den Trubel rund um die Gnadenkirche
mit der Filmkamera fest.
Es soll ein Gemeindefilm entstehen!

  
   
Der Erlös des Bon-Verkaufs fließt übrigens in das
Fest der Kulturen 2012!!!!!

Also bis zum Wiedersehen in 2012!

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Bericht bei www.kirche-koeln.de
Fotos/Copyright: Ute Glaser
  
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