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Die Orgel: CD-Cover und Heft
   

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Orgel-CD
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CD-Cover 
Text + Bilder

Titelseite des Begleitheftes der CD
"Spes unica in Deo"
Orgel & Trompete aus der Gnadenkirche

Das Titelfoto zeigt das Portal der Gnadenkirche mit den Ausführenden:
Donatus Haus - Orgel
Matthias Kiefer - Trompete

Die übrigen Fotos entstanden auf dem alten, denkmalgeschützten Friedhof neben der Gnadenkirche.
Fotograf: Manfred Esser, Bergisch Gladbach.

  
Die 26 Stücke der CD
1.   Vivace (Anonymus 1)
2.   Largo (Anonymus 1)
3.   Allegro (Anonymus 1)
4.   Adagio (Anonymus 1)
5.   Menuett (Anonymus 1)
6.   Macht hoch die Tür
      (Adventchoral Halle 1704)
7.   Toccata (J. S. Bach)
8.   Fuge (J. S. Bach)
9.   Entrée-Suite de dances
      (J.   Fischer)
10. Menuett-Suite de dances
      (J. Fischer)
11. Sicilienne-Suite de dances
      (J. Fischer)
12. Rigoudan-Suite de dances
      (J. Fischer)
13. Jesus bleibet meine Freude
      (J. S. Bach)
  
  
14. Toccata h-Moll (Eugéne Gigout)
15. Wiegenliedchen op. 43 Nr. 3
      (R. Strauß)
16. Weihnachtsgefühl (R. Strauß)
17. Puer nobis nascitur - Trois Noels
      (N. le Bègue)
18. Une vierge Pucelle - Trois Noels
      (N. le Bèguel)
19. Noel pour l'amour de Marie - Trois Noels
      (N. le Bègue)
20. Allegro e spicato - Sonata
      (G. Aldrovandini)
21. Largo - Sonata (G. Aldrovandini)
22. Presto - Sonata (G. Aldrovandini)
23. Toccata (J. S. Bach)
24. Adagio (J. S. Bach)
25. Fuge C-Dur BWV 564
26. Noi siamo i tre re (aus dem Tessin)
  
Daten zur CD
Fotos: Manfred Esser
Cover-Layout: Kalla Piel
Aufnahme: Ralf Stöcker, Kalla Piel
Mix und Digitalmastering: Ralf Stöcker
SSI-Records-Tonstudio Köln

Produziert 1998 von der Ev. Kirchengemeinde Bergisch Gladbach mit Unterstützung des Quirl e.V.
  
Zur Aufnahmetechnik
Die CD bietet Werke der alten Meister als neues Klangerlebnis.
Dazu Ralf Stöcker (SSI-Records):

Ein Konzert aus der Position des Musikers zu genießen, das heißt ganz nah am Instrument zu sein, feine Nuancen von Orgel- und Trompetenspiel wahrzunehmen und sogar die Anordnung der Orgelpfeifen identifizieren zu können, ermöglicht es, mittels moderner Aufnahmetechnik die alten Meisterwerke neu zu erleben.
So wurde die Orgel nah am Instrument abgenommen, und zusätzlich, um die großartige Akustik der Gnadenkirche wiederzugeben, wurden an verschiedenen Stellen im Raum Mikrofone positioniert, was auch den Einsatz jeglicher Effektgeräte überflüssig machte.

Um Außengeräusche möglichst auszuschließen, wurden die Aufnahmen in die Nacht verlegt, um den ungestörten Hörgenuss für das Zusammenspiel von Raumakustik, Instrumenten und der Perfektion der Musiker zu gewährleisten.

  
  
Donatus Haus (Orgel)

geboren 1964, erhielt schon in seiner Kindheit Klavier- und Orgelunterricht.
Ab 1984 studierte er an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken Kirchenmusik und Musikerziehung im Fach Orgel bei Prof. Andreas Rothkopf und KMD Martha Schuster.

Nach Musikerzieherprüfung und Kontorexamen errang er 1993 den Förderpreis des Internationalen Orgelwettbewerbs "Orgelland Thüringen".

Von 1992-1995 folgten weitere Studien an der Hochschule für Musik "Franz List" Weimar in Orchesterdirigieren und Klavier, die er mit dem Abschluss der Kapellmeisterprüfung beendete.

1994 gründete er mit dem japanischen Flötisten Tatsuya Mochizuki das Barockduo "Zephyros". Im Anschluss an eine Konzertreise nach Japan entstand 1997 ihre erste CD-Aufnahme mit barocken Raritäten.

Neben seiner regen Konzerttätigkeit widmet er sich mit Vorliebe dem Komponieren und dem Aufführen Neuer Musik. So entstand 1998 "Sphärenmusik" über Texte der Apokalypse und christlicher Mystiker.

  
  
Matthias Kiefer (Trompete)
Jahrgang 1959, kam durch sein Elternhaus früh mit der Kirchenmusik, vor allem der kirchlichen Bläsermusik (Posaunenchor) in Berührung. Er studierte sein Instrument, die Trompete, zunächst in Dortmund bei Prof. Helmut Riester, später in Köln bei Prof. Robert Platt.

Nach ersten Engagements an den Stadttheatern von Hagen und Heidelberg, wurde er 1983 als Solotrompeter im Gürzenich-Orchester verpflichtet.

Neben allen Aufgaben eines professionellen Musikers, war ihm jedoch immer die Arbeit mit Laienmusikern sowie deren Ausbildung wichtig.
Nach einer Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik in Dortmund hat er seit 1996 einen Lehrauftrag für Trompete und Blechbläser-Kammermusik an der Musikhochschule Köln inne.

Als Trompeter wirkte er bei verschiedenen Ensembles auf mehreren CD-Produktionen mit, unter anderem bei HR-Brass, dem Ensemble-Avance sowie dem westfälischen Blechbläserensemble, für das er seit kurzem auch Arrangements schreibt.

Als Solist ist Matthias Kiefer neben der vorliegenden CD auch auf der CD "Blue-Tango" mit dem Rundfunkorchester Köln zu hören.  

  
  
Zu den Orgel-Solostücken
schreibt Donatus Haus:

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll
Die Entstehung dieses mit Abstand bekanntesten Orgelwerks J. S. Bachs fällt in die Zeit nach seinem Studienaufenthalt in Lübeck 1705/06. Bach "behorschte" dort den berühmten Organisten der Marienkirche, Dietrich Buxtehude.

Ganz dem "norddeutschen Stil" verpflichtet, beginnt das Stück mit Manualläufen, unterbrochen von Fermaten, Arpreggios und akkordischen Passagen.
Im Gegensatz zum jugendlich, überschwänglichen Gestus der Toccata steht das ausgeglichen dahinfließende Fugenthema, bis zum Schluss wieder Toccatenteile erscheinen, um das Werk zu beschließen.

Eugène Gigout: Toccata h-Moll
Der berühmte Organist von Saint-Augustin/Paris komponierte 1881 mit diesem Stück eigentlich ein einziges Crescendo. Beim Zuhörer assoziiert dieses Werk oftmals die bildliche Vorstellung eines Perpetuum mobile.

Johann Sebastian Bach: Toccata, Adagio und Fuge C-Dur
Dieses Orgelwerk lässt deutlich italienische Stilelemente erkennen. In seinem dreiteiligen Aufbau zeigt es die Form des dreisätzigen italienischen Konzerts. Nach virtuosen Manualläufen nach Art eines italienischen "Passagio",  schließt sich ein großartiges Pedalsolo an, gefolgt von einem festlichen Konzertsatz.
Das Adagio ist ganz orchestral dem Mittelsatz eines Violinkonzerts nachempfunden und mündet in einem dichten akkordischen Schluss, an ein "toccata diligature e durezze" von Frescobaldi erinnernd.
Als dritter Satz schließt sich als rauschendes Finale eine Gigue-Fuge an mit keckem, verspieltem Thema, das von verschiedenen Seiten beleuchtet und mit rhythmischen Raffinessen ausgeschmückt wird.

     
      

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